STAHL – DIE ENTDECKUNG & GESCHICHTE STAHL ist eine Legierung, also ein Mischmetall, das durch Zusammenschmelzen mehrerer Stoffe entsteht. Heutzutage gibt es weltweit über 2500 genormte Sorten an Stahl, sie alle bestehen überwiegend aus Roheisen. Roheisen besteht aus dem Element Eisen und mehr als drei Prozent Kohlenstoff. Der hohe Kohlenstoffanteil macht Roheisen spröde, so dass es leicht zerbricht.   Gewonnen wird das Roheisen aus Eisenerz. Heutzutage geschieht dies in Hochöfen. Das dort gewonnene Roheisen wird im Stahlwerk weiter zu Stahl verarbeitet . Stahl hat nur noch einen Kohlenstoffanteil von weniger als zwei Prozent. Das macht das Material weicher, so dass es sich nun gut schmieden und walzen lässt. Stahl ist elastisch aber stabil und widerstandsfähig und deshalb ein beliebter Werkstoff. DIE GESCHICHTE des Stahls beginnt vor über 5000 Jahren: Die Ägypter verarbeiten damals allerdings eisenhaltiges Meteoritengestein, das irgendwann einmal aus dem Weltall auf der Erde landete. Die ersten Menschen, die es verstanden hatten, Eisen zu Stahl zu bearbeiten, leben etwa 1400 vor Christi Geburt im Nahen Osten. In Europa beginnt die Stahlverarbeitung erst mit dem Beginn der Eisenzeit. Etwa 800 vor Christus entdecken die Kelten die ersten großen Eisenerzvorkommenin Oberösterreich. Sie lernten, das Eisen durch Erhitzen zu härten und begannen, Waffen, Werkzeuge, aber auch Schmuck und Schüsseln aus Eisen herzustellen.